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400 Euro musste der Vater eines jugendlichen Hobbyfußballers zahlen. Beim Heimspiel seines Sohnes hatte er einem gegnerischen Spieler „Fick deinen Esel!“ zugerufen. Das Sportgericht verurteilte den gastgebenden Verein daraufhin zu einer Ordnungsstraße von 400 Euro. Da der Verein dieses Bußgeld nicht bezahlen wollte, verklagte dieser den Vater des Spielers auf Erstattung.
Das Amtsgericht Lingen (Aktenzeichen: 4 C 1222/09) gab dem Verein recht. Ein Verein, der seinen Sportplatz frei zur Verfügung stellt, dürfe davon ausgehen, dass die Besucher die „allgemeingültigen gesellschaftlichen Umgangsformen“ wahren. Außerdem habe ein Spielervater eine gewisse Vorbildfunktion bei einer sportlichen Veranstaltung.
Mitgeteilt von Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller, Wiesbaden
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