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Detektivkosten, die der Arbeitgeber für die Überwachung eines Mitarbeiters ausgibt, kann er nicht von diesem ersetzt bekommen. So lautet jedenfalls ein Urteil in einem vor dem Landesarbeitsgericht Hamm, Aktenzeichen: 4 Sa 322/11, verhandelten Fall:
Nachdem der Arbeitgeber im Mai 2010 insgesamt sieben fristlose Kündigungen ausgesprochen hatte, schlossen die Parteien im Juli 2010 einen Vergleich. Diese Einigung sah vor, dass das Arbeitsverhältnis Ende August formell endete. Außerdem sollte der Arbeitnehmer eine Abfindung in Höhe von 4.400 Euro erhalten. Der Arbeitgeber verlangte im Gegenzug die Erstattung der Kosten in Höhe von rund 21.000 Euro für die Beauftragung eines Detektivbüros. Die Detektive hätten festgestellt, dass der Arbeitnehmer im Mai und Juni 2010 einer anderen Beschäftigung nachgegangen war. Die Forderung des Arbeitgebers nach Erstattung der Detektivkosten blieb jedoch erfolglos. Der Mitarbeiter habe keine vorsätzliche Pflichtverletzung begangen, so das Gericht. Die Höhe der Detektivkosten stünde darüber hinaus in keinem angemessenen Verhältnis zum befürchteten Schaden.
Mitgeteilt von Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller, Wiesbaden
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