Kostenlosen Termin online buchen
Die gesetzliche Unfallversicherung greift, sobald sich ein Arbeitnehmer auf dem Weg zu seiner Arbeit verletzt. Beispielsweise kann der Angestellte von einem Auto angefahren werden, sich schlichtweg den Fuß verknacksen oder das Bein brechen. Passieren solche Unglücke auf dem Weg zur Arbeit werden diese als Arbeitsunfall verzeichnet. In einer Verhandlung des Sozialgerichts Heilbronn stellte sich die Berufsgenossenschaft eines Arbeitnehmers jedoch quer dessen Unfall auf dem Weg zur Arbeit als Arbeitsunfall anzunehmen, darüber informiert der Wiesbadener Fach- und Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller.
Der spätere Kläger machte jeden Morgen einen Spaziergang zu einer von seiner Wohnung aus einen Kilometer entfernten Bushaltestellen. Da der Mann unter Herzproblemen leidet wollte er den Weg zur Bewegung nutzen. Aus diesem Grund zog er es nicht vor zu der nur 290 Meter von seiner Wohnung entfernten Bushaltestelle zu gehen. An einem Morgen war der Mann wieder auf dem Weg zur Arbeit. Allerdings wurde er von einem Auto angefahren, als er die Straße über einen Zebrastreifen passieren wollte. Dabei brach er sich einen seiner beiden Unterschenkel mehrmals. Nachdem er den Unfall seiner Berufsgenossenschaft meldete wollte diese den Vorfall nicht als Arbeitsunfall anerkennen. Die Begründung der Behörde lag darin, dass der Mann nicht den für ihn kürzeren Arbeitsweg genommen habe. Wäre er zu der nur knapp über 200 Meter entfernten Bushaltestelle gegangen, hätte der Unfall womöglich verhindert werden können, erläutert Cäsar-Preller die Gründe der Genossenschaft.
Daraufhin klagte der Versicherungsnehmer erfolgreich vor dem Sozialgericht Heilbronn. Er forderte von der Berufsgenossenschaft den Arbeitsunfall als solchen anzuerkennen. Diese Forderung unterstützten die Richter und verurteilten die BG. 
Die Begründung der Kläger hätte die kürzere Wegstrecke zur nächst näheren Bushaltestelle nehmen müssen sei nicht gerechtfertigt. Das Opfer sei lediglich schneller bei der Arbeit, die Gesamtwegstrecke unterscheide sich jedoch bei beiden Varianten kaum. Darüber hinaus stehe es dem Kläger zu sein Fortbewegungsmittel frei zu wählen. 
Demnach muss ein Versicherungsnehmer nicht die schnellste Fortbewegungsvariante zur Arbeit nutzen um auf seinem Weg versichert zu sein, betont der Fach- und Rechtsanwalt Cäsar-Preller.
Erfahrungen & Bewertungen zu Kanzlei Cäsar-Preller