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Selbst bei größeren Problemen sollten Bauherren in der Bauphase ihren beauftragten Architekten nur im Notfall wechseln. Denn leider ist oftmals nach einem Wechsel nur noch schwer zu klären, wer später für eventuelle Mängel haftet. Experten sprechen hier von einem „juristischen Mienenfeld“. Für Planungsmängel haftet zwar grundsätzlich der planende, also der erste, Architekt. Der zweite Architekt muss aber eine sogenannte Planungs- und Hinweispflicht erfüllen, Planung und Bau also gründlich überprüfen. Wenn dann tatsächlich trotzdem ein Mangel auftritt, muss er unter Umständen einen Teil der Haftung übernehmen.
Als Bauherr sollte man daher eher versuchen, Konflikte mit dem Architekten nicht eskalieren zu lassen. Wird aber ein Architekten-Wechsel trotz allem nötig, sollte im Vertrag möglichst klar festgehalten werden, welcher Architekt welche Leistung übernimmt. Wer auf Nummer Sicher gehen will, kann auch einen Sachverständigen zur Begutachtung des begonnenen Baus einschalten.
Mitgeteilt von Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller, Wiesbaden
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