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Eine alltägliche Situation: bei starkem Regen kommt es auf Straßen in Kulen beziehungsweise Unebenheiten schnell zu großen Wasserpfützen. Hierbei kann es auch schnell passieren, dass Fußgänger von vorbeifahrenden Autos nass gespritzt werden. Wer muss aber für eine Reinigung von bespritzter Kleidung aufkommen? „Regelmäßig müssen Autofahrer keine Reinigung bezahlen.“, sagt Rechtsanwalt Christof Bernhardt von der Rechtsanwaltskanzlei Cäsar-Preller.

So urteilte kürzlich auch das Landgericht Itzehoe. Im konkreten Fall (Az.: 1 S 186/10) lief ein Ehepaar auf einem Bürgersteig und wurde von einer Wasserfontäne eines vorbeifahrenden PKW nass gespritzt. Eine Haftung des Autofahrers lehnte das Gericht aber ab, weil es für Autofahrer unzumutbar sei, bei Schritttempo zu fahren. Bei einem solchen Verhalten käme es in Ortschaften wegen eines solch langsamen Tempos zu starken Verkehrsbehinderungen. „Autofahrer müssen aber auch auf Pfützen achten und eine Haftung kann entstehen, wenn Autofahrer bei Pfützen zu schnell fahren. Selbst eine Einhaltung einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit kann hier noch zu schnell sein. Es ist also eine besonnene Fahrweise geboten.“, erklärt Rechtsanwalt Bernhardt.

Vor längerer Zeit hatte bereits das Amtsgericht Frankfurt am Main in einem Urteil (Az.: 32 C 2225/94-19) Fußgängern einen Schadensersatzanspruch zugesprochen, weil sie ein vorbeifahrender Bus nass spritzte. Auch hier kommt es also immer auf eine Einzelfallbetrachtung an.

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