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Immer wieder lassen sich Anleger von hohen Renditeversprechen blenden und fallen auf Betrüger herein. Bei Aktien gibt es eine spezielle Masche, genannt „Scalping“. Hier treiben dubiose Infodienste die Kurse wertloser Aktien in die Höhe. Später erweisen sich diese angeblichen Aktienschnäppchen dann als Verlustbringer.
Zunächst fielen solche Machenschaften in Österreich auf. Aber die Methode ist auch in Deutschland längst bekannt. Eine wichtige Rolle spielen dabei fingierte Börsenbriefe, Newsletter  und Analystenkommentare. Hierin werden die Papiere großmundig angepriesen. 
In der Regel stammen die angebotenen Aktien von gescheiterten Unternehmen oder leeren Briefkastenfirmen im angelsächsischen Raum, die dort in Marktsegmenten notieren, die wenigen oder keinen Vorschriften für Emittenten unterliegen. Die Täter halten selbst den Großteil dieser in Wahrheit wertlosen Papiere, die dann aber – nachdem von den betrügerischen Infodiensten die Nachfrage und damit auch der Kurs künstlich hochmanipuliert wurden – an die angelockten Anleger abstoßen.
Ein spektakulärer Fall von möglicher Marktmanipulation fand im Sommer 2008 statt: Die Aktie des Internet-Zahlungsverkehrsspezialisten Wirecard brach ein, nachdem die Anlegerschutzorganisation SdK dem Unternehmen Fehlbilanzierung vorgeworfen hatte. Es stellte sich später heraus, dass ein Vorstand und zumindest ein ehemaliges Mitglied mit Hebelpapieren auf einen Kursverfall der Wirecard-Aktie gesetzt hatten.
Mitgeteilt von Rechtsanwaltskanzlei Joachim Cäsar-Preller, Wiesbaden
Erfahrungen & Bewertungen zu Kanzlei Cäsar-Preller