Kostenlosen Termin online buchen
Anders als auf freier Strecke, wo man als Autofahrer grundsätzlich zwischen dem Leben eines Tieres und dem Unfallrisiko abzuwägen hat, darf man innerhalb einer geschlossenen Ortschaft auch für eine Katze bremsen.
Im Ort muss niemand eine Katze überfahren, nur weil eventuell ein nachfolgender Verkehrsteilnehmer unaufmerksam sein könnte. Zu diesem Urteil kam das Landgericht Paderborn (Aktenzeichen: 5 S 181/00). Eine Autofahrerin im ostwestfälischen Bredenborn war auf ihren Vordermann aufgefahren, nachdem dieser wegen einer Katze gebremst hatte. Mit seiner Entscheidung verpflichtete das Gericht die Haftpflichtversicherung der Frau zur Regulierung des entstandenen Schadens. Gerade in ländlichstrukturierten Orten müsse man ständig mit Haustieren auf der Straße rechnen, so in der Urteilsbegründung.
Mitgeteilt durch Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller, Wiesbaden
Foto: © maumau-design – Fotolia.com
Erfahrungen & Bewertungen zu Kanzlei Cäsar-Preller