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Nach jeder Beratung durch eine Bank, in der es um Wertpapiere geht, ist das sogenannte Beratungsprotokoll gesetzlich vorgeschrieben und muss dem Kunden ausgehändigt werden.

  • Im Protokoll muss stehen, wer um das Beratungsgespräch gebeten hat, die Bank oder der Anleger.
  • Der Berater muss festhalten, wie lange das Gespräch gedauert hat.
  • Ins Protokoll gehören Informationen über die persönlichen und finanziellen Verhältnisse des Anlegers.
  • Der Berater muss vermerken, welche Kenntnisse und Erfahrungen der Kunde mit Geldanlagen hat.
  • Im Protokoll muss stehen, welche Anlageziele der Kunde hat und welche ihm am wichtigsten sind.
  • Im Protokoll müssen sich alle Empfehlungen, die ein Berater ausspricht, wieder finden, auch die, die der Kunde nicht annimmt.
  • Das Protokoll muss vollständige Angaben über die empfohlenen Produkte enthalten.
  • Der Berater muss ausführlich erläutern, warum er fand, dass ein bestimmtes Produkt für den Kunden geeignet sei und warum es ihm empfohlen wurde.
  • Der Berater muss das Protokoll unterschreiben und dem Anleger nach der Beratung und auf jeden Fall vor Abschluss des Vertrages aushändigen; nach einer telefonischen Beratung schickt der Berater dem Kunden das Protokoll zu. Findet der Kunde darin unstimmige Angaben und kann das beweisen, kann er von seinem am Telefon geschlossenen Vertrag mit einer Frist von sieben Tagen zurücktreten.

Vom Beratungsprotokoll zu unterscheiden ist das sogenannte Produktionsinformationsblatt, das den Anleger über die Funktionsweise und die Chancen und Risiken eines Produkts aufklären soll. Es ist gesetzlich zwar nicht vorgeschrieben, aber vom Bundesverbraucherministerium empfohlen. Bisher haben es nur die ING-Diba, die Deutsche Bank und MLP eingeführt. Die anderen arbeiten noch daran. Der Bundesverband deutscher Banken hat ein Musterformular Ende Februar vorgestellt. Von den Verbänden der Sparkassen und Volksbanken kamen bislang nur Absichtserklärungen.
Mitgeteilt von Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller, Wiesbaden

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