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In einen vor dem Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein, Aktenzeichen: 5 Sa 509/10 verhandelten Fall hatte ein 52-jähriger Sachbearbeiter ständig anzügliche Bemerkungen gegenüber seinen Kolleginnen gemacht. Unter anderem hatte er eine Vorgesetze und weitere Kolleginnen mit den Worten „Besser eine Frau mit Charakter als drei Schlampen“ beleidigt. Daraufhin stellten die Kolleginnen eine Strafanzeige wegen Verleumdung. Das Unternehmen kündigte dem Mann fristlos.
Der Mann klagte gegen die Kündigung und rechtfertigte sein Fehlverhalten damit, dass er wegen seiner Depression schuldunfähig gewesen sei.
Aber die Richter stellten klar: Grobe Beleidigungen rechtfertigen sehr wohl eine Kündigung. Das gilt auch für schuldunfähige Arbeitnehmer. Der Mitarbeiter habe durch die sexuell gefärbten groben Beleidigungen den Betriebsfrieden erheblich gestört. Es sei dem Arbeitgeber nicht zuzumuten, dies künftig hinzunehmen, selbst wenn der Mann schuldlos gehandelt haben sollte.
Mitgeteilt von Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller, Wiesbaden
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