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„Es laufen Planungen im EU-Parlament, dass Flugpassagiere  sogar auf Kurzstrecken schon ab einer Verspätung von drei Stunden am Zielort vom Luftfahrtunternehmen pauschal mit 300 € entschädigt werden müssen“ , teilt Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller aus Wiesbaden mit. Ein entsprechender Gesetzentwurf wurde im Parlament zu Straßburg vorgelegt. Die  EU-Kommission sieht dies jedoch anders, sodass hier wohl noch ein Kompromiss gefunden werden muss.
Insbesondere soll auch endlich einmal klargestellt werden, unter welchen Umständen genau sich die Airlines künftig darauf berufen können, nicht zahlungspflichtig zu sein, da die Verspätung aus „höherer Gewalt“ resultiert habe. Hierzu gibt es bereits diverse Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs, sodass es natürlich zu begrüßen ist, wenn dieser Tatbestand endlich einmal konkret im Gesetz niedergelegt wird, damit gar nicht erst gestritten werden muss. Aus demselben Grund soll künftig auch, bevor derartige Streitigkeiten vor Gericht gehen, eine Schlichtungsstelle angerufen werden. In Deutschland wäre hierfür die Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr (SöP) zuständig.
Sprecher der Luftfahrtunternehmen zeigten sich natürlich darüber empört, zukünftig wohl noch mehr zur Kasse gebeten zu werden. Es bleibt natürlich auch zu befürchten, dass die Ticketpreise sich kräftig erhöhen werden, wenn die Airlines befürchten müssen, so hohe Entschädigungen in so vielen Fällen zahlen zu müssen. Die weitere Entwicklung des Gesetzgebungsverfahrens wird somit noch interessant zu beobachten sein.
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