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Wenn eine Bank eine gefälschte Überweisung ausführt, haftet sie in der Regel für den Schaden ihres Kunden. Nur wenn die Bank dem Kunden eine Mitschuld nachweisen kann, gilt anderes.
In einem vor dem Oberlandesgericht Koblenz verhandelten Fall muss die Sparkasse Koblenz nun einer Kundin einen Schaden von 40.000 Euro ersetzen (Aktenzeichen: 2 U 116/09). Die Chefin eines Handwerksbetriebs hatte ein Überweisungsformular in den Briefkasten der Sparkasse werfen lassen. Die Bank überwies den Betrag jedoch auf ein anderes Konto, dessen Inhaber mit der Beute verschwand. Der Überweisungsträger war gefälscht worden, wobei nicht geklärt werden konnte, wann und wo.
Das Gericht entschied, dass die Bank der Kundin die 40.000 Euro wieder gutschreiben muss. Grundsätzlich trage die Bank das Risiko gefälschter Überweisungen. Den Bankkunden treffe nur dann eine Mitschuld, wenn ihm die Fehlbuchung rechtzeitig auffalle und er dennoch nicht die Bank informierte. Laut Gericht lag ein solches Verschulden in diesem Fall jedoch nicht vor.
Mitgeteilt von Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller, Wiesbaden

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