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In einem vor dem Oberlandesgericht Frankfurt am Main, Aktenzeichen: 19 U 217/06, verhandelten Fall hatte der Kläger und andere Hundehalter ihre Hunde gemeinsam in einem Park spielen lassen. Dabei rannte ein Hund den Kläger um, wobei dieser sich ein Bein brach. Er verlangte vom Halter des Tieres, das ihn zu Fall gebracht hatte, Schadenersatz. 
Die Richter waren der Auffassung, wenn gemeinsam spielende Hunde einen Menschen verletzen, so haften alle Hundehalter gemeinsam. Dabei sei es unerheblich, welcher der Hunde die Verletzung verursacht hat. Dies gelte auch, wenn einer der Hundehalter selbst verletzt wurde. Das Gericht entschied, dass dem Kläger zwar grundsätzlich ein Schadenersatz zustehe, er sich aber ein Mitverschulden anrechnen lassen müsse. Wer Hunde toben lasse, müsse wissen, dass damit für sich und andere Gefahren verbunden seien. Somit könne er bei einem Unfall nicht den vollen Schadenersatz verlangen. Im konkreten Fall sah das Gericht eine Mithaftung von 50 Prozent als angemessen an. Dem Kläger wurden vom Gericht 4.000 Euro Schmerzensgeld zugesprochen.
Mitgeteilt durch Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller, Wiesbaden
 
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