Kostenlosen Termin online buchen
Obwohl der Mann der leibliche Vater des Kindes ist, kann er keinen Anspruch auf die Vaterschaft anmelden, wenn die Mutter mit einem anderen Mann zusammen lebt und dieser rechtlich als Vater des Kindes gilt.
Wer biologischer Vater eines Kindes ist, hat weder einen zwingenden Anspruch darauf, dass seine Vaterschaft auch juristisch anerkannt wird, noch darf er für sein leibliches Kind wie ein Vater sorgen. 
Der Gerichtshof für Menschenrecht zerstörte damit jüngst die Hoffnung zweier deutscher Männer, die sich im Kampf um ihre Kinder bis nach Straßburg durchgeklagt hatten.
Grundsätzlich kennt das deutsche Recht drei Möglichkeiten, die einen Mann zum Vater machen:
1.Vater eines Kindes ist der Mann, der zum Zeitpunkt der Geburt mit der Mutter des Kindes verheiratet ist
2.der die Vaterschaft anerkannt hat oder 
3. dessen Vaterschaft gerichtlich festgestellt ist
Das bedeutet, sobald ein Mann eine Vaterschaft anerkennt oder mit der Kindesmutter zum Zeitpunkt der Geburt des Kindes verheiratet ist, übernimmt er stets die rechtliche Rolle des Vaters – und zwar unabhängig davon, ob das Kind tatsächlich sein eigenes ist.
Die fatale Folge für den biologischen Vater ist, dass eine Anerkennung durch ihn solange ausgeschlossen ist, wie das Kind mit seinem rechtlichen Vater in einer intakten Familie zusammenlebt.  
Der Ehemann der Mutter bzw. deren Lebensgefährte, wenn er das Kind anerkannt hat, bleibt also so lange der rechtliche Vater, bis seine Scheinvaterschaft erfolgreich angefochten wurde. Solch eine Anfechtung durch den biologischen Vater ist allerdings, anders als das von Mutter, Kind oder rechtlichem Vater, nahezu nicht durchzusetzen, denn das Gesetz stellt den Schutz des Kindes, in einer sozial-familiären Beziehung mit seinem rechtlichen Vater aufzuwachsen in den Vordergrund, so dass das Recht des biologischen Vaters, als solcher anerkannt zu werden, zurückzustehenhat.
Ein Anfechtungsrecht des biologischen Vaters ist erst dann durchsetzbar, wenn  die Beziehung der Mutter mit dem rechtlichen Vater gescheitert ist, denn dann bricht damit auch die vom Gesetz geschützte „heile Familie“ auseinander. Jetzt endlich hat der biologische Vater das Recht, seinen Status auch juristisch mit allen Folgen durchzusetzen, denn die Frage ob das dem Kindswohl entspricht, spielt jetzt ja keine Rolle mehr. 
Dadurch dass der bestehende Familienverband zwischen dem betroffenen Kind und seinem rechtlichen Vater, der sich regelmäßig um das Kind gekümmert hat, zerbrochen ist, ist diesem kein Vorrang mehr einzuräumen gegenüber der Beziehung zwischen dem leiblichen Vater und seinem Kind. 
Zu dem Zerbrechen der Beziehung von Mutter und rechtlichem Vater muss es jedoch erst einmal kommen. Ist dies jedoch geschehen, so hilft die Rechtsanwaltskanzlei Joachim Cäsar-Preller Ihnen gerne dabei, jetzt endlich Ihre Rechte als biologischer Vater durchzusetzen.
Bis dahin hat der biologische Vater keine Rechte. Lediglich zu seinen Gunsten hat der Gerichtshof für Menschenrechte festgestellt, dass die Gerichte zu verpflichten sein werden, den Umgang des leiblichen Vaters mit dem Kind zu ermöglichen, allerdings natürlich nur dann, wenn dies im Interesse des Kindeswohls liegt. Hierzu wird es wohl bald eine neue gesetzliche Regelung geben.
Erfahrungen & Bewertungen zu Kanzlei Cäsar-Preller