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Eigentlich sollte der Anlegerschutz durch die neuen Vorschriften bestärkt werden. Nun jedoch werden statt der erwünschten Vorteile, Nachteile für die Anleger befürchtet. 
Der Vorsitzende Richter Bernd Müller-Christmann vom Oberlandesgericht Karlsruhe teilt diese Bedenken infolge seiner Erfahrungen mit Prozessen von Kapitalanlegern. Nicht in wenigen Fällen haben sich diese Befürchtungen bereits bestätigt. Ist das neu eingeführte, von nun an notwendige Informationsblatt inhaltlich fehlerfrei, wirkt es sich zu Gunsten der beratenden Banken aus.
Dies verleite sogar unredliche Anlageberater dazu, ihre Pflichten zu vernachlässigen. Bedenken bestünden auch hinsichtlich der „Gefahr einer Informationsüberfrachtung“ des Kunden, da zu dem Informationsblatt ebenso ein hinzukommendes Verkaufsprospekt vorgeschriebenen ist, sowie auch ein verbindliches Beratungsprotokoll. Problematisch ist dabei unter anderem, dass der Bundestag der Gestaltung der Informationsblätter einen großen Spielraum gelassen hat.
Mitgeteilt durch Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller, Wiesbaden
Erfahrungen & Bewertungen zu Kanzlei Cäsar-Preller