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Wer mit dem Auto viel zu schnell auf einer Vorfahrtstraße unterwegs ist, kann bei einem Unfall keine Schadensersatzansprüche geltend machen. In einem vor dem Landgericht Coburg (Aktenzeichen: 21 O 655/08) verhandelten Fall war ein Autofahrer auf einer Bundesstraße unterwegs. Er fuhr noch mit Tempo 100, als er ein Ortsschild passierte. Das wurde durch die Polizei ermittelt und von einem Sachverständigen bestätigt. An dieser Stelle wollte in dem Moment ein anderer Fahrer auf die Bundesstraße einbiegen. Der Fahrer des ersten Wagens musste ausweichen, kam ins Schleudern und prallte gegen einen Baum. Er wollte den ihm entstandenen Schaden von mehr als 6.000 € ersetztbekommen und reichte schließlich Klage ein. Sein Argument: Der andere Fahrer hätte ihn sehen müssen und hätte deshalb nicht einbiegen dürfen. Das Gericht sah die Sache jedoch anders und wies die Klage ab. Der Kläger habe einen groben Verkehrsverstoß begangen, indem er das zulässige Höchsttempo von 50 Kilometern pro Stunde grob missachtete. Dem beklagten Unfallbeteiligten hingegen war kein Verschulden nachzuweisen gewesen. Somit trug der Kläger die Alleinschuld und musste den Schaden selbst tragen. Mitgeteilt von Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller, Wiesbaden

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