Kostenlosen Termin online buchen
Bei Vollkaskoversicherung kann eine Leistungskürzung von 50 Prozent wegen grober Fahrlässigkeit drohen, wenn eine Blutalkoholkonzentration zwischen 0,33 und 0,4 Promille beim Versicherungsnehmer festgestellt wurde.
In einem vor dem Landgericht Flensburg, Aktenzeichen: 4 O 9/11, verhandelten Fall fuhr ein Versicherungsnehmer mit seinem Fahrzeug nachts innerorts auf einer gut beleuchteten, trockenen Straße. In einer Linkskurve kam er von der Fahrbahn ab. Die Reparaturkosten seines Fahrzeugs beliefen sich auf rund 22.500 Euro. 
Die Polizei ordnete eine Blutprobe an, die 0,33 Promille ergab, was rückgerechnet auf den Unfallzeitpunkt 0,4 Promille bedeutete. Die Versicherung wandte grobe Fahrlässigkeit ein und zahlte nur die Hälfte. Das Gericht führte aus, dass der Unfall typisch auf Alkohol zurückzuführen war. Die Kurve ist klar erkennbar, die Straße beleuchtet und trocken gewesen. Mit 50 Kilometer pro Stunde war sie gefahrlos zu durchfahren. Daher gingen die Richter von einer alkoholbedingten Enthemmung beim Fahrer aus. 
Mitgeteilt von Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller, Wiesbaden
Foto: © macgyverhh – Fotolia.com
Erfahrungen & Bewertungen zu Kanzlei Cäsar-Preller