Kostenlosen Termin online buchen

Nachlassverbindlichkeiten, also solche Kosten, welche Erben unmittelbar im Zusammenhang mit einer Abwicklung, Regelung beziehungsweise einer Verteilung eines Nachlasses oder einer Erlangung eines Erwerbs entstehen, kann man regelmäßig steuerlich absetzen. Hierunter fallen aber nach einem aktuellen Urteil vom Finanzgericht Baden-Württemberg nicht Kosten für eine Entrümpelung einer Messie-Wohnung (Az.: 7 K 1377/14). Hierauf weist Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller hin.
Im aktuellen Fall mussten Erben eines am „Messie-Syndrom“ erkrankten Erblassers für eine Entrümpelung sowie Entmüllung einer geerbten, vermüllten Wohnung 22.000 € aufbringen, um später einen Verkaufserlös in Höhe von 56.500 € zu erzielen. „Hier wollten Erben solche Kosten für eine Entrümpelung als Nachlassverbindlichkeiten bei ihrer Erbschaftssteuer angeben.“, so Rechtsanwalt Cäsar-Preller.
Sie scheiterten aber vor Gericht. Laut Richtern könnte man nur solche Kosten absetzen, welche Erben aufbringen müssten, um ein Erbe rechtlich antreten zu können. Hierunter fielen aber keine Kosten für eine Entrümpelung, weil jene nur in Bezug auf einen späteren Verkauf angefallen seien. „Eine vermüllte Wohnung hindert Erben nämlich nicht an einem rechtlichen Antritt ihres Erbes.“, erklärt Cäsar-Preller.
Kosten für eine Entrümpelung einer Messie-Wohnung können somit nicht bei einer Berechnung einer Erbschaftssteuer berücksichtigt werden.

Erfahrungen & Bewertungen zu Kanzlei Cäsar-Preller