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Bei dem strukturierten EUR-Zinssatzswap mit Koppelung an den Deutsche Bank Long Short Momentum (EUR) Index, kurz LSM Swap, handelt es sich um hochkomplexes strukturiertes Finanzprodukt, welches von der Deutschen Bank im Jahr 2007 entwickelt wurde.
Der Anleger zahlt hierbei an festgelegten Fälligkeitstagen auf einen vereinbarten fiktiven Betrag, dem sogenannten Bezugsbetrag, einen variablen Zinssatz, welcher auf den Deutsche Bank Long Short Momentum (EUR) Index beruht. Der Index wurde dabei von der Deutschen Bank selber entwickelt und veröffentlicht. Er beruht auf drei verschiedenen Subindizes. Die Deutsche Bank zahlt an den gleichen Fälligkeitstagen einen festen Zinssatz auf den Bezugsbetrag. Der Bezugsbetrag selber wird dabei niemals ausbezahlt, sondern nur die fälligen Zinsen, welche jedoch gegeneinander verrechnet werden, dass letztlich nur eine der beiden Parteien zur Zahlung verpflichtet ist. Dies ist die Partei, die den höheren Betrag schuldet.
„Bei dem Swap handelt es sich um nichts anderes als um ein Wettgeschäft, bei welchen die Parteien auf die Entwicklung des Deutsche Bank Long Short Momentum (EUR) Index setzen.“, sagt der Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht, Herr Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller. „Die Verluste der einen Seite sind dabei die Gewinne der anderen Seite.“
Über was die Anleger dabei vielfach nicht aufgeklärt wurden, ist die Tatsache, dass der Swap von der Deutschen Bank so strukturiert wurde, dass die Risiken der Bank minimiert wurden und dementsprechend ein anfänglicher negativer Marktwert eingearbeitet war. Durch diesen negativen Marktwert konnte die Bank sich absichern und die Chance an Dritte veräußern, so dass die Bank bereits zu beginn gewinne aus dem Geschäft gezogen hatte.
.„Auf diesen anfänglich bestehendennegativen Marktwert der Swaps hätte die Bank  hinweisen und diesen beziffern müssen.“, erklärt der Gründer der Rechtsanwaltskanzlei Cäsar-Preller in Wiesbaden. „Nach unserer Ansicht wäre die Bank dazu verpflichtet gewesen, da das Urteil des BGH vom 22.03.2011 sich insoweit auch auf diese Swaps übertragen lässt.“
Hat die Bank bei der Beratung zum Swap diese oder andere Aufklärungspflichten verletzt, so schuldet sie dem Kläger regelmäßig im Rahmen des Schadensersatzes die Rückabwicklung des Geschäfts. Anleger, welche einen Swap abgeschlossen haben, sollten zu einem spezialisierten Anwalt gehen und ihre Ansprüche gegen die Bank von diesem prüfen lassen. 
Hierbei ist jedoch zu beachten, dass die Möglichkeit besteht, dass die Ansprüche bereits drei Jahre nach Abschluss des Swaps verjähren. Zwar hat das Landgericht München I kürzlich in einem Swapfall entschieden, dass die Verjährungsvorschrift des § 37a WpHG a.F. auf den dort streitgegenständlichen Swap nicht anwendbar sei, ob dies jedoch für alle Swaps gelten wird und ob die restliche Rechtsprechung sich dem anschließen wird, ist im Augenblick noch nicht abzusehen.
Das Team der Rechtsanwaltskanzlei Cäsar-Preller steht geschädigten Anlegern dabei mit seinen mehr als 15 Jahren Erfahrung im Anlegerschutz gerne zur Seite und prüft umfassend ihre Ansprüche.
Erfahrungen & Bewertungen zu Kanzlei Cäsar-Preller