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Nachbarschaftslärm, der nicht über das übliche Maß hinausgeht, muss von anderen Mietern hingenommen werden.
Das Oberlandesgericht Dresden (Aktenzeichen: 5 U 1336/08) hatte einen Fall zu entscheiden, in dem sich ein Rechtsanwalt in seinen Kanzleiräumen massiv von einer darüber wohnenden Nachbarsfamilie gestört fühlte. Konkret beschwerte er sich über Polter-, Stapf-, Hüpf , Scharr- und Rollgeräusche und laute Musik aus der über seiner Kanzlei gelegenen Wohnung. Er nahm den Vermieter der Nachbarwohnung auf „Beseitigung von Gebrauchsbeeinträchtigungen“ in Anspruch.
Die Richter entschieden aber, dass die Trittschalldämmung im Haus dem heute üblichen Standard entspreche. Nachdem sie sich vor Ort einen Eindruck vom Ausmaß der Geräuschbeeinträchtigungen verschafft hatten, wiesen sie das Anliegen des klagenden Anwalts ab. Sie befanden, dass Maß der Geräusche hinnehmbar sei. Einem Vermieter können außerdem nicht verboten werden, die Wohnung über einer Rechtsanwaltskanzlei an eine lebhafte Familie zu vermieten.
Mitgeteilt von Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller, Wiesbaden

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