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Nachdem kürzlich Orkan „Xynthia“ über die Mitte Deutschlands gefegt ist, glühten die Telefonleitungen der Versicherungen. Es ging um abgedeckte Dächer, beschädigte Autos und umgeknickte Bäume. Zwar waren die Schäden angeblich nicht so hoch wie beim Wintersturm Kyrill im Januar 2007, aber trotzdem meldeten sich viele Betroffene.
Bei Sturmschäden am Haus kommt die Gebäudeversicherung zum Zug, wenn das Sturmrisiko mitversichert ist. Der Schaden wird zum Neuwert ersetzt. Man sollte den Schaden z. B. durch Fotos dokumentieren und ihn umgehend dem Versicherer melden. Einige Versicherer zahlen auch Schäden an Gebäudezubehör, wie Antennen oder Markisen oder für die Beseitigung eines umgekippten Baumes im Garten. Folgeschäden wie etwa durch das Eindringen von Regen in undichte Dächer, sollten durch notdürftige Reparaturen vermieden werden. Auch diesen Kosten können vom Versicherer übernommen werden.
Schäden an Gegenständen, die sich in der Wohnung oder im Gebäude befinden, werden über die Hausratversicherung abgedeckt. Oft handelt es sich um Folgen des eingedrungenen Regens. Die Betroffenen sind hierbei verpflichtet, den Schaden möglichst gering zu halten – also z. B. Möbel ins Trockene zu bringen.
Bruchschäden an Fenster- oder Türscheiben sowie Glasdächern sind in der Glasversicherung eingeschlossen, ohne Rücksicht auf die Schadensursache.
Autofahrer sind in der Regel über die Kasko-Versicherung gegen Sturmschäden abgesichert. Hier zählt der Zeitwert, nicht der Neuwert. Auch hier sollte man die Schäden sofort der Versicherung melden, am besten telefonisch, um die weitere Vorgehensweise abzusprechen. Generell gilt: Notreparaturen sind erlaubt. Wenn möglich, sollte man die Reparatur jedoch zuvor mit der Versicherung absprechen. Dabei muss der Schaden unmittelbar durch den Sturm entstanden sein.
Mitgeteilt von Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller, Wiesbaden

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