Kostenlosen Termin online buchen

Wenn eine Ampel schlecht zu erkennen ist, dürfen Autofahrer nur ganz vorsichtig in eine Kreuzung einfahren. Wer im sorglosen Vertrauen, dass sie Grün zeigt, losfährt, handelt grob fahrlässig und erhält letztendlich kein Geld von der Kfz-Versicherung. Demnach muss man mit dem Auto anhalten oder auf andere Weise besondere Vorsicht walten lassen, wenn die Ampel- zum Beispiel wegen blendenden Sonnenlichts – nicht gesehen werden kann. In einem vor dem Landgericht Münster verhandelten Fall (Aktenzeichen: 15 O 141/09), hatte eine Autofahrerin gegen ihre Kfz-Vollkaskoversicherung geklagt. Die Klage wurde abgewiesen. Trotz roter Ampel war die Frau in einen Kreuzungsbereich gefahren und kollidierte dort mit einem anderen Wagen. Die Versicherung hielt ihr grobe Fahrlässigkeit vor und zahlte nur die Hälfte des Schadens. Das Landgericht teilte diese Einschätzung. Insbesondere ließen die Richter das Argument der Klägerin nicht gelten, sie hätte keinen bewussten Rotlichtverstoß begangen, da sie die Ampel gar nicht sehen konnte. In diesem Fall hätte sie nicht in die Kreuzung einfahren dürfen. Mitgeteilt von Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller, Wiesbaden

:: Fenster schließen>
Erfahrungen & Bewertungen zu Kanzlei Cäsar-Preller