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Der Mietspiegel ist eine von den Städten oder von Interessenvertretern der Vermieter und Mieter gemeinsam erstellte oder anerkannte Übersicht der ortsüblichen Miete. Es gibt zwei Arten von Mietspiegeln: den normalen Mietspiegel und den qualifizierten Mietspiegel. Im Gegensatz zum normalen Mietspiegel ist der qualifizierte nach anerkannten wissenschaftlichen Grundsätzen erstellt. Wenn es in der betreffenden Stadt einen qualifizierten Mietspiegel gibt, muss ein Vermieter eine Mieterhöhung mit diesem Mietspiegel darlegen. Begründet er in anderer Art die Mieterhöhung, muss der Vermieter dem Mieter auch mitteilen, wie hoch die Miete nach dem qualifizierten Mietspiegel ausgewiesen ist. Andernfalls ist eine Mieterhöhung nicht erlaubt. Man kann hierzu bei der Stadt oder einem Mieterverein nachfragen, ob ein qualifizierter Mietspiegel existiert.
Aus dem Mietspiegel kann man ablesen, welche Miete für eine Wohnung gilt. Eine Überprüfung ist in vielen Fällen ohne Hilfe Dritter möglich. In gewissen Fällen kann der Vermieter aber auch einen veralteten Mietspiegel oder den Mietspiegel einer vergleichbaren Gemeinde verwenden. Dann empfiehlt es sich dringend, beim örtlichen Mieterverein nachzufragen oder einen Rechtsanwalt seines Vertrauens hinzuzuziehen.
Mitgeteilt von Rechtsanwalt Joachim Cäsar-Preller, Wiesbaden
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